Neue OP-Technik

Interview mit Herrn Dr. Dr. Siessegger

FRAGE:

Herr Dr. Dr. Siessegger, in den letzten Jahren haben Sie – auch in Zusammenarbeit mit führenden Plastischen Chirurgen – eine neue OP-Technik zur Bruststraffung und Brustverkleinerung entwickelt und diese bereits über viele Jahre erfolgreich in der Praxis etabliert. Weshalb war es notwendig, die herkömmliche OP-Technik zur Bruststraffung zu verändern?

Dr. Dr. Siessegger:

„Natürlich gibt es unzählige verschiedene Techniken, um eine Brust kleiner und/oder straffer zu gestalten. Im Rahmen meiner langjährigen Tätigkeit habe ich viele dieser Techniken kennengelernt und den Eindruck gewonnen, dass einige chirurgische Behandlungsmaßnahmen (insbesondere sogenannte zentrale Mastopexeie-Techniken) in bestimmten Fällen nicht ausreichend sicher zu befriedigenden Ergebnissen führen.“

FRAGE:

Beschreiben Sie uns die Besonderheiten der von Ihnen entwickelten und praktizierten OP-Technik zur Bruststraffung.

Dr. Dr. Siessegger:

„Wir haben Überlegungen, die in erster Linie verschiedene Nahttechniken aus der Facelift-Chirurgie betreffen – in die Brustthematik übernommen. Dies vor dem Hintergrund bestimmter Belastungsmomente, wie sie bei Straffungsoperation auftreten – oder besser gesagt eben nicht auftreten sollten.
In der Facelift-Chirurgie wird dem schon lange Rechnung getragen, hier spielen (Über-)belastungen nach Plastischen Operationen eine ganz besondere Rolle und können zu unnatürlichem Aussehen, aber auch zu suboptimaler Narbenheilung führen.“

FRAGE:

Weshalb sind plastische-ästhetische Eingriffe am Gesicht in der Regel anspruchsvoller als bei anderen Körperregionen?

Dr. Dr. Siessegger:

„Das Gesicht ist zweifelsfrei von allen anatomischen und chirurgischen Regionen besonders hervorzuheben.
Wir definieren uns über unser Anlitz, wir kommunizieren damit und wir geben einiges über unser Gesicht preis, um nur einmal ein paar der besonderen Aspekte zu nennen. Das Gesicht zu verbergen ist zudem sehr schwierig.
Hinzu kommt aus chirurgischer Sicht die besondere Komplexität des Gesichts aufgrund feinster Strukturen. Keine Region ist hier vergleichbar– denken Sie an die Nerven und beispielsweise die Nähe zu den Augen.“

FRAGE:

Wie unterscheidet sich die von Ihnen angewendete OP-Technik zur Bruststraffung konkret von herkömmlichen Eingriffen in der Plastischen Chirurgie?

Dr. Dr. Siessegger:

„Ich würde sie als Weiterentwicklung zweier OP-Variationen von McKissock und Robbins sehen unter Einbezug bestimmter dynamischer und intradermaler Nahttechniken.“

FRAGE:

Wie profitieren Patienten von der neuen OP-Technik zur Bruststraffung?

Dr. Dr. Siessegger:

„Wir konnten durch Standardisierung von Nahtabfolgen deutlich an Zeit gewinnen und die Operationsdauer verkürzen. Es gelingt in der Regel eine schöne Brustform, die unmittelbar nach Operation schon erkennbar ist. Dehnungs- und Weichteilangleichungsprozesse, die im Nachgang anderer Techniken im Einzelfall über Wochen bis Monate abgewartet werden müssen, entfallen meist.
Die Funktion der Brustwarze ist aus meiner Sicht besser sichergestellt, die Sensibilität und Durchblutung durch den Regeleingriff nicht unterbrochen. Der Eingriff verläuft nicht nur schneller, sondern auch blutärmer. Für die Abheilung sind die Voraussetzungen dadurch erkennbar günstiger. Durch eine innere Verstärkung von Bindegewebsstrukturen („innerer BH“) werden die Voraussetzungen für eine Langzeithaltbarkeit verbessert.“

FRAGE:

Gibt es Nachteile?

Dr. Dr. Siessegger:

„Die Narben sind etwas länger, dafür in der Regel deutlich unauffälliger.
Die Technik erfordert höchste und feinste handliche Fertigkeit. Ebenso erfordert sie viel anatomische Kenntnisse und operative Übersicht.“

FRAGE:

Wie viele der Patienten mit großen, zu großen oder hängenden Brüsten operieren sie aktuell mit dieser Technik.

Dr. Dr. Siessegger:

„Ich operiere nahezu alle meine Patientinnen unter Berücksichtigen dieser Operationstechnik.“

FRAGE:

Wo wird die von Ihnen entwickelte OP-Technik derzeit angeboten?

Dr. Dr. Siessegger:

„Aktuell führen wir die Technik an drei Standorten durch, das sind Stuttgart (Bruststraffung Stuttgart), Ravensburg (Bruststraffung Ravensburg) und Köln (Bruststraffung Köln).“

FRAGE:

Müssen Patientinnen mit höheren Kosten als bei dem herkömmlichen Verfahren zur Bruststraffung rechnen?

Dr. Dr. Siessegger:

„Die Kosten liegen je nach individuellem Aufwand meist zwischen 5.800 Euro bis 6.800 Euro und sind damit nicht höher als bei der herkömmlichen OP-Technik.“

Bruststraffung Köln

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c/o aesthetische medizin koeln
Dr. Dr. med. Matthias Siessegger
Justinianstrasse 3
50679 Köln